“Future of Jobs Report": Emotionale Intelligenz unter den Top Skills für 2025

Mitarbeitende interessieren sich immer mehr für Kurse und Angebote zur persönlichen Entwicklung

“Future of Jobs Report": Emotionale Intelligenz unter den Top Skills für 2025

Der Begriff Emotionale Intelligenz (EQ) wurde 1990 von John D. Mayer und Peter Salovey eingeführt. EQ beschreibt die Fähigkeit, sowohl seine eigenen, als auch die Gefühle anderer Menschen korrekt wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Auch in der Arbeitswelt wird emotionale Intelligenz immer wichtiger und trägt maßgeblich zum Erfolg von Unternehmen bei.

Aber warum genau wird der Begriff der Emotionalen Intelligenz in den Human Resources-Abteilungen immer wichtiger? Hauptsächlich liegt es daran, weil der Begriff weltweit Unterstützung aus der Wissenschaft erfährt. Da ist man schon lange der Meinung, dass es viele Vorteile mit sich bringt, wenn man Emotionen auch im Job seine Daseinsberechtigung gibt. Allen Voran fördert es die Zusammenarbeit der Angestellten untereinander und trägt somit zu einem besseren Arbeitsklima bei. 

Das Problem ist, dass wir es in unserer westlichen Gesellschaft nicht gewohnt sind, Verständnis für Emotionen aufzubringen - weder für unsere eigenen, noch für die unserer Mitmenschen. Gerade in der Arbeitswelt gilt es als Selbstverständlich, seine Gefühle und Emotionen vor Arbeitsbeginn abzustreifen und sie erst wieder nach Feierabend anzuziehen. Leider hat diese Praxis verheerende Folgen für den Erfolg des Unternehmens. 

Glücklicherweise zeichnet sich eine Trendwende in dieser Misere ab. Der Future of Jobs Report berichtet, dass Emotionale Intelligenz bereits zu den 15 wichtigsten Kompetenzen für 2025 zählt. die Nachfrage nach Kursen zur persönlichen Entwicklung sowie für Kurse im Bereich Gesundheit werden bei Arbeitnehmer:innen auch immer beliebter. 

Immer mehr Unternehmen erkennen die Wichtigkeit emotionaler Intelligenz und die generelle Notwendigkeit, Arbeit neu zu denken. Neben individuellen Arbeitsaufgaben für jeden Mitarbeitenden, wird die betriebliche Gesundheitsvorsorge um Angebote aus dem Bereich der psychischen Gesundheit erweitert. Psychologen, Coaches und Mental Health Trainer sind in Arbeitsteams nichts ungewöhnliches mehr. Und das Zurecht: Mit zielgerichteter mentaler Betreuung und dem Fokus auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters, tragen Unternehmen maßgeblich zur Verbesserung des Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisses bei. 

Emotionale Intelligenz und mentale Gesundheit sind allerdings keine Themen, die ausschließlich auf Mitarbeitende und Teams beschränkt sind. Fähigkeiten wie Selbstreflexion, Selbstkontrolle, Empathie und soziale Kompetenz finden auch auf Führungsebene Einzug und sind Verantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens.

Das Gute ist, dass wir alle eine mehr oder weniger große Portion Emotionale Intelligenz in uns tragen. Um von ihr zu profitieren, muss sie allerdings trainiert werden, wie einen Muskel beim Sport. Selbst wenn man täglich nur wenige Minuten an seiner eigenen emotionalen Intelligenz arbeitet, kann das langfristig einen großen Unterschied ausmachen und über Erfolg und Misserfolg in unserem Leben entscheiden.