Nur Spaziergänge mit Ziel entlasten unsere Psyche

Spaziergänge zur Arbeit reduzieren Stress.

Nur Spaziergänge mit Ziel entlasten unsere Psyche

Die Römer machten es uns vor: Spazieren gehen gehörte bei ihnen zum guten Ton. Zeitgenossen aus anderen Kulturen war das römische Schlendern und Flanieren unbegreiflich. Sie reagierten verwundert, wenn sie das Treiben der Römer beobachteten.

Anders als bei den Römern diente den Iberern das Gehen zum Beispiel stets einem konkreten Ziel. Sie verstanden nicht, wie viel Vergnügen das tägliche Herumspazieren bringen kann. 

Zum Glück sind diese verständnislosen Zeiten vorbei. Heute nehmen wir uns die Römer zum Vorbild. Ausgedehnte Spaziergänge und gemütliches Schlendern gelten mehr denn je als ein beliebter Zeitvertreib. 

Einfachste Möglichkeit, um Stimmung zu heben

Eine amerikanische Studie an der Ohio State University in Columbus ergab allerdings, dass das ziellose Herumspazieren und Flanieren unserem Wohlbefinden gar nicht so guttut. Was unserer Psyche wirklich hilft, ist ein Spaziergang mit einem konkreten Ziel. Dabei muss kein Berggipfel erklommen werden, auch ein Spaziergang zum nächsten Supermarkt dient entlastet schon unsere Psyche. 

Zwei Forscher analysierten dafür Angaben aus dem amerikanischen National Household Travel Survey von 2017. Mehrere tausend Erwachsene haben hier festgehalten, welche Entfernungen sie täglich zu Fuß bestreiten. Ebenfalls haben sie Angaben zu ihrem subjektiven Wohlbefinden und ihrer Gesundheit gemacht. 

Es stellte sich heraus, dass jene Erwachsene am schnellsten marschierten, die sich auf dem Weg zur Arbeit befanden. Das schnelle Tempo wurde dabei nicht als Stress oder Hetze empfunden, sondern viel mehr als Mittel, um sich selbst zu beleben. Der Fußweg zur Arbeit war damit mit einem höheren Wohlbefinden verbunden als alle anderen Formen des Gehens. 

Das Ergebnis lädt dazu ein, vor allem bei kürzeren Strecken zur Arbeit zu Fuß zu gehen und nicht mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.