Wie du es schaffst, mehr Flexibilität an deinen Arbeitsplatz zu bringen

Die Wichtigkeit von Flexibilität am Arbeitsplatz

Wie du es schaffst, mehr Flexibilität an deinen Arbeitsplatz zu bringen

Flexibilität hilft dir in mehrfacher Hinsicht:

  • Stressabbau: Wenn du flexibel bleibst, kannst du Stress besser bewältigen. Wenn du starr an einer Idee festhältst, ist es wahrscheinlicher, dass du um sie kämpfst und dich ärgerst, wenn sie nicht funktioniert. Wenn du offen für viele verschiedene Ideen bist, fühlst du dich nicht so gestresst und bist produktiver.

  • Konfliktlösung und Kompromisse: Flexibilität ist entscheidend für die Konfliktlösung. Wenn du mit jemandem streitest oder eine Meinungsverschiedenheit hast, kommst du nicht weiter, wenn du nicht bereit bist, dich zu beugen. Das bedeutet nicht, dass du aufgibst oder deine Niederlage eingestehst, aber es bedeutet, dass du offen für viele verschiedene Lösungen und mögliche Kompromisse bist.

  • Neues lernen: Es gibt immer etwas Neues zu lernen. Wenn du flexibel bist, erkennst du das und bist mehr als bereit, eine veraltete Philosophie oder Herangehensweise zu aktualisieren, um diese neuen Informationen zu berücksichtigen.

  • Sich an neue Umstände anpassen: Flexibilität hilft dir auch, dich dynamisch an neue Umstände anzupassen. Wenn plötzlich viel Arbeit ansteht, kannst du deinen Arbeitstag umgestalten und/oder Aufgaben delegieren, um sicherzustellen, dass sie erledigt werden.

Der Wert der Flexibilität lässt sich am einfachsten erkennen, wenn du dir eine Strategie genauer ansiehst, die auf Flexibilität beruht: die agile Softwareentwicklung. Du musst kein Softwareentwickler sein, um die Grundprinzipien der agilen Entwicklung zu verstehen; die Grundidee ist, Software iterativ zu entwickeln, mit einer minimalistischen Grundlage. Im Laufe der Zeit testest du deine Software, sammelst Feedback und perfektionierst sie nach und nach, indem du auf Probleme reagierst, sobald sie auftreten.

Diese Methode ist der gegenteiligen "Wasserfall"-Methode weit überlegen, bei der du versuchst, den gesamten Umfang eines Projekts zu erfassen und es von Anfang bis Ende zu entwickeln. Die Wasserfallmethode ist problematisch, weil sie in der Regel zu Hindernissen führt, mit denen du nicht gerechnet hast, und weil sie wenig Spielraum lässt, um später neue Funktionen hinzuzufügen oder Änderungen vorzunehmen.

Wie man flexibler wird

Und nun die wichtige Frage: Wie kannst du lernen, bei der Arbeit flexibler zu sein?

  • Vermeide eine zu starre Planung: Wenn du Pläne machst, vermeide es zunächst, die Dinge zu starr zu planen. Wenn du einen Zeitplan für deinen Tag erstellst, solltest du nicht jede Minute oder sogar jede Stunde planen. Lass etwas Spielraum, damit du in Zukunft Anpassungen vornehmen kannst, und sei nicht überrascht, wenn dein Plan durcheinander gerät. Wenn du ein neues Produkt entwickelst, halte deinen Prototyp für neue Funktionen und Verbesserungen offen.

  • Sei dir darüber im Klaren, dass Veränderungen unvermeidlich sind: Denke immer daran, dass Veränderungen unvermeidlich sind. Egal, wie beständig die Dinge zu sein scheinen, ob es eine Formel für deinen Arbeitstag oder ein Muster für deine Branche ist, du solltest damit rechnen, dass sich die Dinge irgendwann ändern werden. Die Frage ist nur, wann. Es ist viel einfacher, sich anzupassen, wenn du nicht von der Veränderung überrascht wirst.

  • Es gibt eine Reihe von möglichen Outcomes: Wenn du auf eine Veränderung drängst oder versuchst, etwas zu erreichen, solltest du bereit sein, eine Reihe von Outcomes zu akzeptieren. Wenn du zum Beispiel eine Gehaltserhöhung verlangst, hast du vielleicht ein ideales Ziel, aber du solltest auch bereit sein, ein niedrigeres, vernünftiges Angebot zu akzeptieren.

  • Vermeide den Trugschluss der versunkenen Kosten: Der Irrtum der versunkenen Kosten ist eine kognitive Voreingenommenheit, die uns stur an Ideen und Bemühungen festhalten lässt, die sich für uns nicht mehr auszahlen. Wenn du Dutzende von Stunden in ein Projekt investiert hast, nur um festzustellen, dass es sich nicht lohnt, arbeitest du vielleicht weiter daran, nur weil es dich schon so viel gekostet hat. Du musst erkennen, wenn sich diese Voreingenommenheit einschleicht, und versuchen, sie auszumerzen. Es ist nichts Falsches daran, etwas aufzugeben, das nicht zu deinen Gunsten läuft - selbst wenn du schon viel Zeit oder Geld dafür ausgegeben hast.

Wann man nicht flexibel sein sollte

Natürlich ist Flexibilität, wie jede andere Strategie am Arbeitsplatz auch, nicht immer zu 100 Prozent sinnvoll. Es gibt Zeiten, in denen es sich auszahlt, engagiert oder sogar stur zu sein. Wenn du zum Beispiel über eine Gehaltserhöhung verhandelst, kann es für dich von Vorteil sein, wenn du bei einem niedrigen Gegenangebot hartnäckig bleibst. Oder wenn du dich mit jemandem streitest, der dir empfiehlt, gegen die besten Praktiken zu verstoßen, kannst du standhaft bleiben.

Im Großen und Ganzen ist Flexibilität eine wichtige Eigenschaft, die deinen Stress reduziert und dich anpassungsfähig gegenüber veränderten Umständen macht. Bemühe dich proaktiv darum, in deinem Arbeitsumfeld so flexibel wie möglich zu bleiben, und ermutige die Menschen in deinem Umfeld, das Gleiche zu tun.